«Menschen mit HIV leben meist sehr gesundheitsbewusst»
Shownotes
Älterwerden bedeutet, die eigene Gesundheit bewusster im Blick zu behalten. Begleiterkrankungen treten bei Menschen mit HIV häufig und oft früher auf als in der Allgemeinbevölkerung. Helen Kovari macht deutlich, warum regelmässige Vorsorge und medizinische Betreuung so wichtig sind: Sie helfen, Risiken früh zu erkennen und rechtzeitig zu handeln.
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00:00:03: HIV ist heute gut behandelbar und doch bleibt das Leben mit der Diagnose vielschichtig.
00:00:10: Wie erleben Menschen, dass Älter werden mit HIV, wenn neben der Therapie auch Begleiterkrankungen eine Rolle spielen?
00:00:18: Was bedeutet es, psychisch stabil zu bleiben, wenn Stigmatisierung, Angst oder Einsamkeit belasten?
00:00:26: Und welche Kraft können Resilienz und Piersupport geben?
00:00:31: Warum ist die Therapietreue so entscheidend und welche neuen Chancen eröffnen moderne Medikamente?
00:00:39: Mein Name ist Kurt Eschbacher und auch ich verlor in den Achtzigerjahren viele Freunde, die an AIDS gestorben sind.
00:00:48: Andere Betroffene von damals leben heute mit HIV ein erfülltes Leben.
00:00:55: Herzlich willkommen zu diesem Podcast über HIV, dass Älter werden und wie sich das Leben und die Medizin verändert haben.
00:01:09: Heute bin ich bei Frau Professor Helen Kovari zu Gast.
00:01:13: Sie ist Fachärztin für Infektiologie und allgemeine innere Medizin.
00:01:18: Sie arbeitet im Zentrum für Infektionskrankheiten und praktiziert an der Hirschlandenklinik und der Klinik im Park.
00:01:27: Frau Kovari, Sie engagieren sich besonders für Patienten und Patientinnen mit komplexen Infektionen.
00:01:35: Wo bestehen da die besonderen Herausforderungen?
00:01:39: Ambulant in meiner Praxis im Zentrum für Infektionskrankheiten sehe ich vorwiegend Personen mit HIV, die ich zum Teil schon vorgängig, bevor ich hier begonnen habe, über viele Jahre betreut habe und jetzt weiter betreue und andere, die ich jetzt seit ich hier arbeite, betreue und regelmäßig sehe.
00:01:58: In den Kliniken sehe ich andere Infektionskrankheiten, in der Regel nach Operationen, postoperative Wundinfektionen, komplexere Bakterielle Infektionen wie Herzklappenentzündungen oder Fremdmaterial assoziert Infektionen nach Prothesen.
00:02:15: Das ist in der Klinik in Parken und der Klinik Heerslanden.
00:02:19: Sie forschen auch auf diesem Gebiet.
00:02:22: Was sind die Hauptausrichtungen in Ihrer Forschung?
00:02:26: Ich habe vor allem an der Universität Zürich geforscht und das ist jetzt mehr in den Hintergrund getreten.
00:02:31: Mein Forschungsthema war HIV und Älterwerden mit Schwerpunkt HIV und Herzkreislauferkrankungen.
00:02:40: Sind das jetzt, wir befassen uns ja auch mit Patienten, die HIV-positiv sind, Herzerkrankungen, die häufigsten Nebenerscheinungen im Rahmen einer Therapie oder der Erkrankung mit diesem Virus?
00:02:55: Das ist sicher wie generell in den industrialisierten Ländern eine der häufigsten Komorbiditäten, wie wir sagen, aber es ist nicht die häufigste.
00:03:06: Ja, also es ist sicher ein wichtiges Thema und es gab eine Zeit, da sagte man, das Risiko ist extrem erhöht bei HIV-positiven Personen.
00:03:16: Das hat sich ein bisschen relativiert, aber es besteht sicher noch ein leicht erhöhtes Risiko bei einer HIV-Infektion für kardiovaskuläre Erkrankungen.
00:03:24: Aber generell ist das eine der häufigsten Erkrankungen und auch Todesursachen bei uns in der heutigen Zeit.
00:03:31: Was für Nebenwirkungen, mit welchen sind Sie dann noch zusätzlich konfrontiert bei Ihren Patienten, wenn Sie älter werden?
00:03:39: Generell, das hole ich ein bisschen aus.
00:03:42: Wir machen eine ganz seitliche Medizin, also die körperlichen Aspekte, die geistigen und seelischen, aber auch die sozialen sind sehr wichtig.
00:03:51: Und vor allem auch bei den Personen, die älter werden.
00:03:55: Und einerseits ist unsere Aufgabe, dass wir ... die Behandlung der HIV-Infektion kontrollieren.
00:04:02: Die HIV-Positive Personen stehen unter antiretroviraler Therapie, also Medikamente, die die Vermehrung des HIV-Virus vollständig unterdrücken, sodass der Virus im Blut nicht mehr nachweisbar ist.
00:04:15: und somit eigentlich auch die Prognose sehr gut ist.
00:04:18: Die Schäden durch die HIV-Infektion sind extrem gering.
00:04:22: Aber dann müssen wir natürlich auch die Nebenwirkungen der HIV-Medikamente kontrollieren, eventuell anpassen an andere Erkrankungen.
00:04:31: Hier meine ich zum Beispiel Nierenfunktion oder Leber.
00:04:35: kontrollieren, ob es Interaktionen gibt mit anderen Medikamenten für andere Erkrankungen, wie psychiatrische Medikamente, Psychopharmaka oder Blut.
00:04:44: Blut, Druck, Blutzucker, Medikamente.
00:04:47: Das ist mal der Bereich HIV.
00:04:50: Und dann machen wir auch die Altersvorsorgeuntersuchungen, kontrollieren oder behandeln alters-assozierte Erkrankungen.
00:04:59: HIV-assozierte Erkrankungen sind wirklich in den Hintergrund getreten, glücklicherweise, weil die unter Kontrolle und der Therapie ist das extrem selten geworden.
00:05:09: Ja, da machen wir Vorsorgeuntersuchungen, auch Krebsvorsorgeuntersuchungen wie auch eine hausärztlichen Praxis.
00:05:14: Für viele Patienten bin ich auch hausärzt in Vorsorgeachimpfungen.
00:05:19: Und auch wichtig ist immer, dass wir die psychosozialen Aspekte ein bisschen anschauen.
00:05:24: Das ist vielleicht schon gehäuft bei häufig positiven Personen.
00:05:28: Das Stigma ist immer noch ein großes Thema.
00:05:30: Viele sprechen nicht darüber, auch bei uns nicht.
00:05:33: Dadurch sind sie zum Teil einsam.
00:05:35: Auch soziale Isolation ist ein Thema, Depression.
00:05:40: Treten gerade diese psychischen Probleme mit dem Alter viel häufiger auf, als die Patienten noch jünger waren?
00:05:50: Was ich beobachte, ist der psychische Stress am grössten bei der Neudiagnose.
00:05:55: Wir haben aber nicht mehr viele Neudiagnose.
00:05:57: Aber die Konfrontation mit dieser Diagnose, wie gehe ich damit um?
00:06:01: Wem sage ich das?
00:06:02: Was hat das für einen Einfluss auf mein weiteres Leben?
00:06:05: Ich beobachte das hier.
00:06:07: der Stress, die psychische Beeinträchtigung wirklich am größten ist, oder?
00:06:12: Mit dem Alter sind andere Ursachen.
00:06:15: natürlich kommen dazu, oder wenn jemand pensioniert wird oder sozialeinsamer, ich denke aber, dass das vielleicht auch vergleichbar ist mit der allgemeinen Bevölkerung.
00:06:24: Aber es kommt immer noch trotzdem das Stigma dazu, dass immer noch da ist, oder?
00:06:29: Ist es ein Stigma, das jetzt nur außerhalb des Gesundheitswesens passiert?
00:06:34: Oder gibt es auch noch eine Stigmatisierung oder vielleicht wieder eine Stigmatisierung von HIV-positiven Patientinnen und Patienten?
00:06:45: Wie verstehen Sie wieder?
00:06:48: Es gab ja am Anfang, in den nachtziger Jahren hat man die Begegnung mit Kranken ... Aids-Patienten hat man gescheut.
00:06:58: Das war ja nicht berühren, man könnte angesteckt werden.
00:07:03: Dann hat sich das als chronische Krankheit dank den neuen Medikamenten entwickelt.
00:07:08: Ich habe manchmal das Gefühl, dass jüngere Menschen, die in der Pflege sind.
00:07:14: diese Anfänge nicht gekannt haben und jetzt vielleicht eine fast Covid-bedingte Angst der Ansteckung wiederentwickeln.
00:07:25: Ist das so oder mein ich das bloß?
00:07:27: Ja, das habe ich jetzt weniger beobachtet.
00:07:29: Ich denke, Pflege, der Spitalmitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Erse heute haben schon ein besseres Wissen, was häufig betrifft.
00:07:39: Es kommt auch auf die Klinik drauf an.
00:07:41: mit dem Kontakt mit den Infektionalen oder mit häufig betroffenen Personen.
00:07:46: Ich habe jetzt weniger beobachtet, dass das zugenommen hat.
00:07:49: Aber es gibt immer noch, und ich bin sehr überrascht, teilweise Ärzte, die ... Unerwartet reagieren, auch verletzend.
00:07:56: Doppelte
00:07:56: Handschuhe anziehen, plötzlich, oder so.
00:07:59: Ja, oder Operationen fast ablehnen, Unsicherheit zeigen.
00:08:03: Und das ist auch eine wichtige Funktion von uns, dass wir dann anrufen, informieren, was bedeutet HIV auch heute.
00:08:10: Es ist unter Therapie nicht ansteckend, die Prognose ist gleich etc.
00:08:15: Komplikationsrisiken sind nicht größer als ohne HIV und ohne HIV Therapie.
00:08:21: Auch ab und zu gehe ich in der Klinik.
00:08:24: wenn irgendjemand eine gerade jüngere Pflegemitarbeit vielleicht mal unbeholfen reagieren und informieren kläre auf.
00:08:34: Und auch die Studenten dort ist das ein Thema.
00:08:38: Ich mache zum Beispiel auch Studentenkurs, wie auch andere mit half-a-positiven Personen, die das auch als ihre Aufgabe sehen oder gerne machen erzählen, was bedeutet das Leben mit half-a-hand, diese Ärzte, die dann den Kontakt haben.
00:08:51: im Studium oder die reagieren später anders?
00:08:57: Zurückkommen Sie jetzt noch einmal auf die psychischen Belastungen.
00:09:01: Können Sie das in Ihrer Praxis auch positiv beeinflussen oder braucht es da die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen?
00:09:11: Ja, ich denke, wir haben einen Einfluss, weil wenn man das anspricht, den Patienten beobachtet oder merkt, das ist etwas da oder auch einfach mal gefragt.
00:09:22: Zum Teil sprechen sie oder reden über Dinge, die sie sonst nie erzählen, auch mit anderen nicht.
00:09:27: Und das ist schon mal gut, oder?
00:09:29: Und ich offeriere, aber wenn ich merke, es ist ein bisschen tiefer liegen.
00:09:33: Es wäre gut, wenn das fachärztlich angegangen wird.
00:09:36: Dann empfehle ich immer sehr großzügig auch eine Psychotherapie.
00:09:40: Manchmal braucht es auch Medikamente.
00:09:42: Das ist sehr unterschiedlich.
00:09:43: Manchmal auch nur Phasenweise oder für eine gewisse Zeit.
00:09:47: Manchmal kommen Schicksalsschläge hinzu.
00:09:49: Trennung von einem Partner, Tod von einem Partner oder Verlust der Arbeit, ein Burnout oder so.
00:09:56: Und dann alles zusammen akkumulieren.
00:09:58: Es spielt dann trotzdem auch noch eine Rolle.
00:10:02: Und in solchen Situationen empfehle ich immer auch, dass hier fachherzliche durch einen Psychologin oder Psychologin und Psychiater ... Und
00:10:09: dass man diese Hilfe auch in einem Spruch nimmt.
00:10:11: Und manchmal ist auch hier die Schwelle gross, oder selbst gewisse Patienten empfinden das.
00:10:16: Da schämen sich, dass man so eine Therapie überhaupt sich überlegen muss oder ich das empfehle.
00:10:23: Das ist auch ein Stigmaude für psychiatrische Erkrankungen.
00:10:28: Das ist auch wichtig anzusprechen.
00:10:30: Sehen Sie Unterschiede gendermäßig, dass Frauen, die diese Krankheit haben, anders reagieren als Männer?
00:10:38: Ja, das sehe ich schon einen Unterschied.
00:10:41: Und das konnte auch in einer Studie gezeigt werden.
00:10:43: Das Schweizer Schneuwagg-Hortenstudie.
00:10:45: Frauen sind einsamer und das stieg meist eher größer, oder?
00:10:50: V.a.
00:10:50: bei homosexuellen Männern, dass es viel öfter ist.
00:10:54: Das Wissen ist viel grösser.
00:10:56: Sie sind weniger alleine.
00:10:58: Aber bei Frauen ist es häufig ausgeprägt.
00:11:01: Dann kommen auch kulturelle Unterschiede hinzu, z.B.
00:11:03: Frauen aus dem afrikanischen Sub-Sahara-Rahmen.
00:11:06: Da ist das Stigma ganz ausgeprägt.
00:11:08: Oder auch nur schon in Südeuropa, Italien oder so.
00:11:12: Ist es auch nochmals stärker als bei uns?
00:11:16: Wenn ... Leute zu Ihnen kommen oder am Anfang einer jetzt noch nicht definierte Erkrankung stehen.
00:11:27: Was ist dann oftmals der Anlass, dass man sich überhaupt untersuchen lässt auf dieses Virus?
00:11:34: Gibt es da ganz konkrete sozusagen Eintrittspunkte oder ist es ein Zufallsbefund?
00:11:41: Ja, meistens werden die Patienten oder Personen mit einer neuen Diagnose uns zugewiesen.
00:11:48: selten, dass wir hier eine Diagnose stellen.
00:11:51: Heute wird viel grosszügiger auch nach HIV gesucht im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen.
00:11:56: Es gibt gewisse Situationen oder Begleitekrankungen, wo das dazugehört.
00:12:01: Und das z.B.
00:12:02: in jeder Schwangerschaft soll ein HIV-Test erfolgen.
00:12:05: Bei HIV assoziiert eine Krankung wie Pilz im Mund oder Gürtelros in einem jungen Alter.
00:12:11: Bei Tuberkulose muss man HFW suchen, bei gewissen Tumoren.
00:12:15: Und so werden neue Diagnosen gemacht.
00:12:17: Und wichtig natürlich auch im Rahmen von Geschlechtskrankheiten oder wenn Patienten sich selber screenen.
00:12:23: Das wird heute viel häufiger gemacht.
00:12:25: Und so werden auch die HFW-Infektionen rascher erkannt und kann man sofort behandeln.
00:12:31: Meine Damen und Herren, die zuhören, dieser Podcast wird unterstützt von Gilier Sciences Switzerland.
00:12:38: Ein Unternehmen, das sich dafür engagiert, die HIV-Epidemie in der Schweiz aber auch weltweit zu beenden.
00:12:46: HIV hat den Schrecken eines Todesurteils verloren.
00:12:51: Zum Glück.
00:12:52: Dank neuen Therapien, dank den Medikamenten, hat dadurch auch ... sagen wir mal, das sexuelle Verhalten wieder geändert, dass man sich nicht mehr schützt oder viel weniger schützt, weil die Angst vor der Ansteckung viel geringer ist.
00:13:10: Ja, das ist sicher so.
00:13:12: Seit neunzehnzehntsechsundneunzig haben wir diese Trippeltherapien, mit denen man dann erreicht hat, das war ein großer Punkt oder Wendepunkt, die Unterdrückung des HIV-Virus und dass man eigentlich nicht mehr daran stirbt.
00:13:24: Oder die Prognose hat sich unter der Therapie dramatisch verändert und verbessert, also ist vergleichbar jetzt mit der HIV-Virus.
00:13:31: negativen Bevölkerung.
00:13:33: Und nachdem diese Therapien erschienen sind, haben wir auch gesehen, dass natürlich die anderen Geschlechtskrankheiten zugenommen haben.
00:13:38: Die Sivillis, die Konokokern, Klamydien.
00:13:42: Heute haben wir die PREP.
00:13:44: Das hat auch einen grossen Einbluss.
00:13:46: V.a.
00:13:47: bei MSM-Menu-F-Sexuismen.
00:13:49: Das ist die Abkürzung für Homosexuelmen.
00:13:52: Dort wird das bei Personen mit erhöhtem Risiko durch wechselnden Ungeschützungs- und Geschlechtsverkehr routinemäßig und niedrigschwellig eingesetzt.
00:14:02: Dadurch sind die Übertragungen mit anderen Maßnahmen mit der Therapie der vermehrten Diagnostik dramatisch gesunken.
00:14:11: Ansteckungen.
00:14:12: Heißt das aber auch diese Vorsorge der Preps anstatt ein Kondom?
00:14:17: Das wäre ja die günstigere Lösung.
00:14:20: Die muss dann täglich und ein Leben lang, solange man sexuellen Kontakt hat, eingenommen werden.
00:14:28: Also es gibt die Prep, die man kontinuierlich einnehmen kann.
00:14:31: Das ist ein Teil... Einer Häufertherapie, einfach zwei Medikamente statt drei, aber zwei Nucleosidanaloga.
00:14:38: Die sind mittlerweile recht günstig geworden und werden sogar jetzt bezahlt von der Krankenkasse, also kostet es vierzig Franken oder so für ein Monat.
00:14:49: Oder es gibt die Möglichkeit, dass undimand also bei Bedarf, dass man das vorher einsetzt und dann noch ein paar Tage drüber hinaus.
00:14:59: Wichtig ist einfach, dass die Personen, die ... unter PrEP sind oder PrEP nehmen, regelmässige Kontrolle sind für andere Geschlechtskrankheiten, für allfällige Toxizide etwas wirklich sehr gering ist.
00:15:11: Und natürlich auch für HF, oder?
00:15:13: Haben diese Medikamente Nebenwirkungen, die Sie kennen?
00:15:16: Die
00:15:16: PrEP oder
00:15:18: die HF?
00:15:18: Die
00:15:19: sind sehr gering, die Nebenwirkungen.
00:15:22: Und sind die Menschen ... bereit und offen genug in einer Konsultation bei Ihnen darüber zu reden und das auch anzusprechen oder zu verlangen?
00:15:34: Ja, also wir haben viele Anfragen und es gibt andere Zentren, die das noch im größeren Stil anbieten wie das Checkpoint oder das Check-In.
00:15:42: Es gibt verschiedene Anlaufstellen, die Personen kommen und möchten das und möchten das auch kontrolliert haben.
00:15:48: gutes Gesundheitsbewusstsein oder auch betreffenden Risiken.
00:15:52: Das wird eigentlich gut gehandhabt.
00:15:54: Das ist meine Erfahrung.
00:15:56: Wie haben sich die Medikamente und Therapien entwickelt?
00:16:00: Früher gab es unendlich viele Medikamente, die man einnehmen muss, bis zu fünf und dreißig.
00:16:06: Jetzt sind es vielleicht noch eine oder zwei Pillen.
00:16:09: Gibt es da auch schon neue Entwicklungen, dass man nicht mehr Tabletten nehmen muss?
00:16:14: Ja, das ist richtig.
00:16:16: Hier haben wir ein Große.
00:16:17: Eine ganz neue Entwicklung, die wir seit einigen Jahren schon einsetzen, sind die langzeit, also die Depoterapien, die man intramuskulär spritzt und dann keine Tabletten einnehmen muss.
00:16:28: Im Moment sind das noch Therapien, welche alle zwei Monate gespritzt werden.
00:16:34: Die Patienten können das nicht selber, das ist intramuskulär ins Gesäß.
00:16:40: Für viele ist das eine große Erleichterung, dass das tägliche Einnehmen von Pillen wegfällt.
00:16:46: Auch hier ist wieder das Stiegmacht.
00:16:48: Das kann man damit ein bisschen angehen.
00:16:50: Das tägliche erinnert werden.
00:16:52: Ich bin auch positiv.
00:16:53: Die Angst, dass jemand die Tablettern entdeckt, Patienten, die reisen und die die Pillen verstecken müssen.
00:17:01: Die haben hier einen großen Vorteil.
00:17:04: Wer oder wie entscheidet man dann, wer welche Therapie kriegt?
00:17:08: Das entscheiden wir immer individuell.
00:17:10: Auch das ist ein wichtiger Punkt in der Sprechstunde, dass sich neuere Entwicklungen, was haben wir neu als Behandlung, besprechen.
00:17:19: Dann schauen wir, ob wenn jemand interessiert ist, ob die Bedingungen erfüllt sind.
00:17:24: Und man kann auch eine Therapie probieren.
00:17:27: Wenn es dann doch nicht ist, dann wechselt man wieder zurück.
00:17:30: HIV wird mit Medikamenten behandelt, die man regelmäßig aus Therapietreue in dem Sinne Patienten einnehmen muss.
00:17:40: Ein Leben lang bis am Schluss, weil sich sonst das Virus wieder vermehrt.
00:17:44: Gibt es Resistenzen aufgrund ihrer Erfahrung, die zu berücksichtigen sind, weil das Immunsystem doch runtergefahren wird?
00:17:54: Die Problematik der Resistenzbildung, dass das Virus sich anpassen kann, wir selektionieren Mutationen mit den Medikamenten, ist extrem zurückgegangen.
00:18:02: Es ist ganz selten geworden, seit wir die eine Klasse, die Integraseinhibitoren haben.
00:18:08: Das hat damit zu tun, dass diese Resistenzbarriere viel größer ist.
00:18:13: Und sicher ist auch die Patienten nehmen die Therapie wahrscheinlich viel zuverlässiger.
00:18:19: In der Regel ist es eine Tablette pro Tag mit in der Regel vernachlässigbaren Nebenwirkungen.
00:18:24: Und früher waren die Medikamente viel anfälliger und die Resistenzbarie auch viel tiefer.
00:18:30: Und die Medikamente mit viel mehr Nebenwirkungen, viel mehr Tabletten pro Tag, das war teilweise eine richtige Qual für die Patienten, diese Medikamente zu nehmen.
00:18:40: Damals war das häufig, aber heute ist das eigentlich nicht mehr ein grosses Thema, fast nicht mehr.
00:18:45: Sehr, sehr selten.
00:18:46: Bühren Sie Unterschiede, sei es von der kulturellen Herkunft oder auch gendermäßig in der Therapie treuen?
00:18:55: Ja, kann man sagen, auch das hat heute deutlich abgenommen.
00:18:59: Zum Teil wissen wir es nicht, auch wenn wir fragen.
00:19:04: Patienten aus anderen Kulturen nicht immer dran glauben oder noch alternative Medikamente benutzen.
00:19:11: Es ist dann auch wichtiger, dass man das regelmässiger kontrolliert und bespricht.
00:19:16: Aber es ist auch selten geworden.
00:19:18: Wir
00:19:18: haben am Anfang unseres Gesprächs von ... Begleit oder Folgeerkrankungen gesprochen.
00:19:24: Ich würde dort noch einmal gerne einsetzen.
00:19:27: Wenn Menschen mit HIV plötzlich halt auch älter werden, gibt es neben jetzt den erwähnten Erscheinungen Begleiterkrankungen, die häufiger auftreten.
00:19:40: bei diesen Menschen als, sagen wir mal, anderen, die gesund in Anführungs- und Schlusszeichen alt werden?
00:19:49: Es ist heute praktisch vergleichbar mit der häufig negativen Bevölkerung.
00:19:54: Aber gewisse Begleiterkrankungen sind vielleicht ein bisschen häufiger.
00:19:57: Das sind eben gewisse Tumoren, gewisse Krebsarten.
00:20:01: Nöche dann?
00:20:01: Zum Beispiel Entarmkrebs.
00:20:03: Das ist mit HPV-Virus assoziert.
00:20:06: Das ist ein bisschen häufiger.
00:20:07: muss man mehr Vorsorgeuntersuchungen machen, kann man auch behandeln.
00:20:12: Dann Herzkreislauferkrankungen sind ein bisschen häufiger.
00:20:16: Dann ist es wichtig, dass man natürlich die Risikofaktoren einstellt.
00:20:19: Aber generell ist das eine der häufigsten Erkrankungen.
00:20:22: Dann ist die Osteoporose ein bisschen häufiger.
00:20:25: Das hat damit zu tun, dass sicher die unbehandelte HIV-Infektion zu einem Knochen schon ... beigetragen hat und die frühere Medikamente.
00:20:35: Eines ist das Tenovovir.
00:20:37: Aber dann im Verlauf, dass es besser wird.
00:20:39: Und dann haben wir natürlich auch andere Risiken wie Nikotin, das häufig ist bei einer positiven Person oder bei X Drogenkonsumenten.
00:20:48: Das macht natürlich auch einen Einfluss auf.
00:20:50: Komobilität mit Knochen oder Herzkreisen.
00:20:53: Nieren und Leber muss man gut kontrollieren.
00:20:57: Früher war sicher Hepatitis C ein grosses Thema.
00:20:59: Das können wir heute heilen.
00:21:00: Aber noch bestehende Leber Fibrosirum oder Zirrosinach behandelt der Hepatitis C oder eine Hepatitis B, die wir mitbehandeln können.
00:21:10: Das ist gehäuft.
00:21:12: Nieren muss man kontrollieren wegen den Medikamenten.
00:21:15: Man hat Hinweise, dass auch Diabetes, also Zuckerkrankheit, ein bisschen gehäuft ist.
00:21:20: Möglicherweise auch Medikamentös, Adipositas, aber das ist auch ein Thema überall oder auch ohne HIV.
00:21:27: Und ich denke, psychiatrische, so Erkrankungen sind auch, Depressionen sind gehäuft.
00:21:34: Empfehlen Sie grundsätzlich Ihren Patienten, dass Sie sich mit Impfungen schützen?
00:21:40: Ja, das empfehle ich.
00:21:41: Es gibt einige, ein paar Impfungen, die zusätzlich oder schon früher empfohlen werden.
00:21:47: Aber generell empfehle ich auch der älter werdenden Bevölkerung gewisse Impfungen, wie die Grippe-Impfung ist jetzt saisonal.
00:21:54: Es gibt die gegen Lungenentzündung, die Pneumokokin-Impfung.
00:22:00: Sie haben sich auch gehört, die Gürtel-Rose-Impfung, die gut verträglich ist, wird schon ab fünftig bei HIV-positiven Personen und sonst ab fünfundsechzig empfohlen.
00:22:10: Covid-Impfung ist wie in der Allgemeinbevölkerung, es wird nicht zusätzlich empfohlen.
00:22:14: Das wird ab fünfundsiebzig oder bei Geschwächter im Immunsystem, aber das wird nicht häufiger empfohlen bei HIV.
00:22:21: Sind Sie unterschiedet, dass HIV-Patientinnen und Patienten impffreundlicher sind als andere Menschen?
00:22:31: Nein, das kann ich jetzt nicht sagen.
00:22:32: Das kommt wirklich auf den Mensch davon.
00:22:35: Ich beobachte hier keinen Unterschied, ob HIV positiv oder negativ eigentlich.
00:22:40: Wie weit haben Sie die Erfahrung gemacht, dass der Lebensstil jetzt auch den Verlauf der Erkrankung respektive auch die Therapiemöglichkeiten beeinflusst?
00:22:53: Der Lebensstil ist natürlich sehr wichtig, wie in der Gesamtbevölkerung.
00:22:57: Die sprechen dann Lebensstil, also Begünstigende.
00:23:00: Beweglichkeit,
00:23:02: Essen, Übergewicht und so weiter, soziale Kontakte.
00:23:07: Generell, also ... Gibt es auch hier große Unterschiede?
00:23:10: Ich muss sagen, viele meiner Patienten sind sehr gesundheitsbewusst.
00:23:14: Die bewegen sich, sie achten auf eine gesunde Ernährung, sie pflegen soziale Beziehungen.
00:23:20: Auch das ist wichtig.
00:23:22: Nikotin ist ein Thema, das kommt ein bisschen gehäufter vor, bei häufig positiven, vor allem auch bei Personen, die früher Drogen konsumiert haben oder so.
00:23:31: Das ist ein wichtiger Faktor, wo wir auch unterstützen können und motivieren.
00:23:37: Gleitmaßnahmen zum Stoppen sind zum Teil auch sehr erfolgreich.
00:23:41: Das hat einen Riesen-Impact auf die Gesundheit im Alter.
00:23:45: Bewegungssport, die mentale Gesundheit, das sind wichtige Faktoren.
00:23:50: Ich muss auch sagen, die Tatsache, dass wir unsere Patienten zweimal pro Jahr mindestens, so sind etwa die Kontrollen manchmal ist auch ein bisschen mehr, regelmäßig sehen, sage ich auch ab fünfzig, auch schon bei Jüngern.
00:24:04: Ich bitte natürlich die Gelegenheit, dass man erstmals mehr sucht.
00:24:08: Wir schauen ja nie, lieber Blutdruck, Cholesterinwert und so an und können auch direkt eingreifen, wenn etwas nicht gut ist.
00:24:17: Wir können beraten, betreffen Bewegung, Ernährung.
00:24:21: Und hier sehen wir natürlich schon einen Effekt.
00:24:24: Wir haben einen sehr günstigen Effekt auf die Prognose, im Vergleich zu Personen, die ja nicht einfach so häufig zum Arzt gehen in diesem Alter.
00:24:31: Das sieht man auch in der Statistik.
00:24:34: oder das hat einen günstigen Einfluss auf die Lebenserwartung?
00:24:38: Wie ist die Erfahrung?
00:24:40: ältere Menschen, ob sie jetzt eine chronische Krankheit haben oder nicht, leiden sehr oft an Multiplen, in dem Sinne Einschränkungen?
00:24:50: Wie stark muss man jetzt auch der Untersuchung, welche Medikamente, welche Nebenwirkungen haben mit den HIV?
00:24:59: Positivtherapien übereinklang bringen.
00:25:03: Wo sind da die Gefahren und Risiken aufgrund ihrer Erfahrung?
00:25:07: Genau, Polypharmazie, das ist ein bisschen das Schlagot, das ist ein wichtiges Thema.
00:25:11: Und viele Ärzte, die involviert sind, erstens kontrollieren wir sowieso bei jeder Therapie die potenzielle Interaktionen, medikamentöse Wechselwirkungen.
00:25:22: Hier haben wir extra Datenbanken.
00:25:24: Patienten rufen auch tatsächlich an in der Regel, wenn sie ein neues Medikament beginnen oder schreiben eine E-Mail.
00:25:31: Das klappt eigentlich sehr gut.
00:25:33: Und dann kontrollieren wir natürlich die Dosierung der anderen Medikamente an die Niere.
00:25:38: oder haben wir Wechselwirkungen mit anderen Organen, sodass das kontrollieren wir regelmäßig.
00:25:43: Können wir gewisse Medikamente streichen?
00:25:46: Auch das ist manchmal eine Frage.
00:25:48: Wenn es immer mehr und mehr Pillen gibt, ist es auch nicht immer gut, oder?
00:25:53: Also man kann fast sagen, HIV-Patienten sind in dem Sinne gesundheitsbewusster als manche anderen Menschen in der gleichen Altersphase.
00:26:04: Das würde ich sicher so sagen.
00:26:06: HIV ist ein Faktor, aber jeder Mensch ist verschieden.
00:26:08: Und hier haben wir natürlich welche, die weniger gesundheitsbewusst leben.
00:26:12: Auch sagen, das können sie nicht, aber andere sehr.
00:26:14: Und generell sind doch viele sehr gesundheitsbewusster und haben einen gesunden Lebensstil.
00:26:22: Die Bume, die die Krankheit am Anfang des Ausbruches dieser ganzen Epidemie erworben haben, kommen jetzt auch in einen Alter, wo sie vielleicht pflegebedürftig werden.
00:26:35: Was haben Sie da für Erfahrungen?
00:26:37: Braucht es dann spezialisierte Pflegekräfte, die auf diese Situation eingehen können?
00:26:43: Oder kann man eigentlich davon ausgehen, sein Patient oder eine Patientin, wie jeder andere auch?
00:26:50: Ja, das würde ich unbedingt so sagen.
00:26:52: Diese Patienten sind wie jeder andere, aber es braucht ein gewisses Wissen.
00:26:56: oder wegen der Medikamente, wegen den Wechselwirkungen.
00:26:59: Und hier die meisten sind ja in spezialärztlicher Behandlung oder die Hausärzte nehmen Rücksprache, die Pflegeheimärzte.
00:27:07: Aber in der Regel ist das nicht etwas so Besonderes.
00:27:12: Braucht es in einem Pflege oder in einem Altersinstitutionen?
00:27:17: Besondere Rücksicht auch, empfehlen Sie, dass man die HIV-Erkrankung auch thematisiert, als Patient jetzt in so einer Institution oder besser verschweigt.
00:27:30: Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
00:27:32: Es gibt einige, die sehr offen drübersprechen, und das ist Ihnen auch wichtig, auch bei Jüngern.
00:27:37: Und dann geht es sich die wirklich, und das vielleicht die Mehrheit eigentlich, dass nicht groß thematisieren möchte.
00:27:43: Und das brauchen Sie auch nicht.
00:27:45: Wenn man das thematisiert, muss man stark genug sein, um auch negative Reaktionen aushalten zu können.
00:27:51: Das sage ich den Leuten immer.
00:27:54: Empfehlen Sie das zu thematisieren oder sagen Sie eher, ja, sei zurückhalten?
00:28:01: Ja, mit sehr engen Kontaktpersonen motiviere ich manchmal die Personen.
00:28:06: zum Beispiel auch den Partner gegenüber etwas zu sagen.
00:28:09: Oder das hat jetzt nichts mit dem Pflegeheim zu tun.
00:28:11: Oder in Partnerschaften, neue Partnerschaften.
00:28:13: Das ist ein wichtiges Thema in unserer Sprechstunde.
00:28:16: Wie sage ich es, wann sage ich es?
00:28:19: Das hängt von verschiedenen Faktoren ab.
00:28:22: Ich denke jetzt in einem Pflegeheim oder in einer solchen Institution, denke ich, bin noch nie in diese Situation gekommen.
00:28:27: Aber ist es nicht notwendig, dass Sie das sagen?
00:28:30: Sie fühlen sich freier und besser.
00:28:32: Aber in der Regel spielt das auch nicht so eine Rolle.
00:28:36: Sind gewisse Gruppen vom Betroffenen jetzt aufgrund ihrer Erfahrung besonders diskriminierungsgefährdet, wenn ich das so sagen darf?
00:28:47: Vielleicht transsexuelle, oder?
00:28:49: Da kommen aber andere Faktoren hinzu.
00:28:53: Nein, ich glaube, es kommt aufs Umfeld drauf an.
00:28:55: Ich habe schon erwähnt, dass kulturelle Umfeld, das ist auch wichtig, oder in anderen Ländern wird das zum Teil anders gehandhabt.
00:29:02: Wie wichtig jetzt auch aufgrund ihrer Erfahrung sind?
00:29:06: So Netzwerke, Peers Group oder auch Gruppen, die ihre Erfahrungen austauschen?
00:29:14: Das ist auch von Person zu Person unterschiedlich.
00:29:17: Einige schätzen das sehr.
00:29:18: Es gibt auch eine Gruppe von älteren Heufer-Patienten, die regelmäßig zusammenkommen.
00:29:24: Ich schlage das manchmal auch.
00:29:26: einsameren Patienten vor und war auch schon erfolgreich.
00:29:30: Es gibt das, aber das ist auch nicht für jede Person gut.
00:29:33: Viele sagen auch, das Häufer ist ein Faktor, aber ich lebe mein Leben und das beeinflusst mich nicht relevant.
00:29:39: Das ist von Person zu Person unterschiedlich.
00:29:42: Wenn Sie jetzt Ihren Patienten oder auch den Angehörigen im Umgang mit der Krankheit und der Vorsorge auch, dass es ... In dem Sinne keine Verschlechterung des Gesundheitszustands.
00:29:56: Es gibt Ratschläge erteilen würden.
00:29:59: Was sind die wichtigsten, die man mitnimmt?
00:30:03: Wenn ich mit Angehörigen sei es Eltern von jungen Patienten oder Partner und Partnerinnen, in der Regel erkläre ich einfach, die Krankheit ist nicht ansteckend.
00:30:15: Die Prognose ist vergleichbar mit der häufig negativen Bevölkerung.
00:30:19: Manchmal muss man auch sagen, es belastet oder wegen dem Stigma.
00:30:23: Aber sonst gibt es eigentlich nichts Ratschläge, die ich geben muss.
00:30:27: Häufig sind es die Angehörigen, wenn sie kommen oder Partner, die dann Fragen an mich haben.
00:30:32: Oder wie gehe ich damit um?
00:30:33: Was bedeutet das?
00:30:35: Kann ich Kinder kriegen und so weiter.
00:30:39: Es gibt ja ... Immer auch Tests.
00:30:41: Das gilt jetzt eher für jüngere Menschen.
00:30:45: Was haben Sie für eine Erfahrung mit Tests gemacht?
00:30:48: Wie zuverlässig sind Sie oder wie sinnvoll sind Sie?
00:30:51: Sie meinen High-Fast Screening-Tests.
00:30:54: Ich empfehle sehr großzügig zu testen.
00:30:58: Nach einer bestimmten Zeit, nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr, ist der High-Fast Screening-Test noch negativ.
00:31:06: sechs bis drei Monate, aber danach ist das sehr zuverlässig.
00:31:10: Und ich motiviere nicht positive Personen sehr, einen Screening zu machen, auch neue Paare, die zusammenkommen, bevor sie ungeschützt geschlechtsverkehr haben, dass man sich testet.
00:31:22: Da bin ich sehr grosszügig.
00:31:23: Und auch bei Erkrankungen, die nicht klar sind, die im weitesten Sinn vielleicht dahinter eine HF-Einfektion stecken kann, grosszügig zu testen.
00:31:33: immer auch mit der Impfung.
00:31:35: Wie suchen das?
00:31:35: das gehört zum Screening oder auch wenn wir jetzt nicht den Verdacht haben?
00:31:40: Früher war HIV ein tolles Urteil.
00:31:42: Heute, Sie haben es gerade erklärt, ist es eine bestenfallkronische Krankheit.
00:31:49: Sehen Sie morgen eine Entwicklung, dass es eine Impfung geben wird, um das Virus überhaupt zu verhindern?
00:31:57: Sie sprechen die Heilung an und ich denke, wir werden die noch erleben.
00:32:02: Aber es ist noch ... Ein Weg dahin.
00:32:04: Es sind Impfstudien, es sind genetische Therapien, die hier weiter erforscht werden und im größeren Stil angewandt werden.
00:32:13: Aber wir haben das noch nicht so hand.
00:32:14: Aber ich denke, dass wir kommen.
00:32:17: Erleben Sie Ihre Patientinnen und Patienten aus dem Sinne auch positiv dem Leben gegenüber eingestellten Menschen?
00:32:26: Ja.
00:32:28: Auch hier gibt es ganz verschiedene Menschen.
00:32:30: Aber viele sind sehr positiv eingestellt und haben vielleicht nach dem Schock mit der Neudiagnose das dann mehr oder weniger überwunden und den Umgang damit, wie sie das auch kommunizieren oder eben nicht und absolut positiv eingestellt sind und auch sollen.
00:32:49: Das war die dritte Folge von HIV-Damaus heute und morgen.
00:32:54: Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an unseren Gesprächen und wir bleiben gespannt, wohin die Reise in Zukunft auch weitergeht.
00:33:02: Tragen Sie Sorge zu sich und alles Gute, Dir, Kurt Eschbacher.
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